Monat Nummer zwei – Zwischen Zug, Bus, Dachauer Urgesteinen und dem Warten

Ein herzliches Servus aus dem Flug Nummer SK1824 – von irgendwo über Nordgriechenland! Jeder der sich jetzt als aller erstes denkt: hä? Hat der Böger jetzt endgültig allen Verstand verloren? - Nein meine Freunde .. Es lässt sich Facebook und Instagram deutlich entnehmen. Das Warten hat ein Ende! Aber jetzt erstmal von vorne, wollen ja die zeitliche Reihenfolge einhalten! Mit was hatte ich nochmal aufgehört? Man hätte sich vielleicht doch nochmal den Eintrag durchlesen sollen bevor das Internet weg ist! Aber ja – Antibiotika, Fieber, Husten und Schnupfen. Zuerst mal muss ich sagen Antibiotika und Fieber sind weg. Aber! Das wohlige Husten, die unaufhörlichen Taschentuchschlachten und vereinzeltes Röcheln gehören einfach zu einem gelungenen Erasmus Semester dazu wie ich und doch die Mehrzahl der anderen Europäer in unseren Reihen feststellen haben müssen! Kurzum ich hör mich immer noch an als ob ich sterbe! Hatte sich zwar zwischenzeitlich gebessert aber mei – was erträgt man nicht alles für ein ausgiebiges Erasmus Semester! Ich hätte nie gedacht wie herrlich die ACC akut 600 in der früh anfühlen kann und auch hätte ich nicht erwartet das ich wohl zum wichtigsten Sinupret-Dealer Griechenlands mutieren würde. Aber ja, meine liebe unterfränkische Wirtschaftsjuristin Mona nimmt diese Dienste recht gerne an! Jetzt aber wirklich zum chronologischen Ablauf. Kaum hatte ich die letzten Zeichen meines letzten Eintrags getippt wollte ich vorbildlich wie ich bin – Jurastudent halt – mich auf den Weg in die Universität begeben. Angekommen verspürte ich jedoch den dringenden Drang meine Blase zu entleeren. Fatal sag ich euch! Ich bedankte mich mehrmals innerhalb weniger Sekunden beim lieben Gott das ich die letzten zwei Wochen davor nicht diese Misere hineingeraten war! Diesen Anblick .. ich weiß nicht .. schwierig in Worte zu fassen .. Naja ich probiers mal: Stellt euch vor ein Stall voller Schweine wird seit 2 Wochen nicht geputzt. Genau das fand ich vor. Von kleinen Scheißhäufchen neben dem Klo und auf der Klobrille abgesehen, konnte man benutztes Klopapier, Zigarettenkippen, größere Blutflecken und allerlei weitere ekeleregende Sachen vorfinden. Was soll's, was muss, dass muss! Immer noch schockiert musste ich mir erstmal ein Frappé gönnen! Was ich nicht ahnte – der Spaß hatte noch kein Ende genommen! Zusammen mit meinen Komolitonen machte ich mich dann doch irgendwann auf den Weg Richtung Vorlesungssaal. Allerdings fanden wir schon an der Treppe zu besagtem Raum unsere äußerst freundliche Professorin vor, die uns fix erklärte das sie in diesem Raum definitiv keine Vorlesung halten werde. Als Grund gab sie einen durchaus verständlichen an: Zu viel Müll im Klassenzimmer! Und zudem war einfach auch zu gutes Wetter! Sie bat uns dann doch noch kurz in ihr Büro und erklärte das die Putzfrauen seit inzwischen zwei Jahren immer mal wieder streiken – oder sollte ich doch eher sagen immer mal wieder arbeiten? Naja, auf jeden Fall machten die guten Damen und Herren seit zwei Wochen rein gar nix, so dass die Universität drohte unter Müll und Exkrementen zu versinken! Kurz gesagt wurde die normalerweise dreistündige Vorlesung in fünf Minuten abgefertigt und ich entschloss mich zusammen mit Stephi, der bereits erwähnten Mona, Paul (französische Abstammung – ihr werdet noch mehr von ihm hören) und der italienischen Kommilitonin Sara den Tag gemütlich um 14 Uhr am Weißen Turm in der Sonne zu starten. Allerdings machte diesen Plan ein liebreizendes Angebot zunichte – in der Bucht von Thessaloniki legt täglich zehnmal ein Boot auf dem sich ein Café befindet ab. Und das ganze gratis! Schwupps hatte ich ein vorzügliches Fix 0,3 Bier in der Hand und spielte mit meiner schnell liebgewonnenen Flasche Titanic nach. Nach fixen 30 Minuten legten wir aber schon wieder an und machten unser Vorhaben war. Chillen in der Sonne! Es ging an die Abendplanung – trinken, ok das war klar, aber wo, wer und auch wann? Leider mussten Frankreich und Italien der Fünfergruppe absagen, da sie seit längerem einen Trip nach Athen geplant hatten. Halt – ich wollte doch auch mal nach Athen?! Nach kurzem Überlegen sagte ich einfach: „Wisst's was? Da bin I dabei!“ Gesagt getan – ich mein es war ja auch noch Zeit, es war 17 Uhr und der Zug geht ja auch erst um 23 Uhr! Heim, packen, Bahnhof. Und schon hatte ich die Freude zusammen mit Camille (FR), Paul (s.o.), Alexandra (FR), Julia (NE) und Sara (s.o.) die wilde Fahrt anzutreten. Mit unserem noch schnell erstandenen Bierchen machten wir uns auf den Weg in den Zug. Das Fußvolk (Ich, Sara und Julia) ab in die zweite Klasse, Frankreich hat sich dann doch mal die erste Klasse gegönnt. Ich glaube die 8 € Unterschied, die es für Hin- und Rückreise gemacht hat ob man in der ersten Klasse gemütlich mit Beinfreiheit und ausschaltbarem Licht, zusammen mit gewaschenen Menschen reist, oder in der zweiten Klasse in einem kleinen Sitz zusammengedrückt von mehr als normal übergewichtigen Roma, die sicherlich kein fließend Wasser für ihren Körper seit zwei Monaten gesehen hatten und dauerflackernden Licht, waren die schlausten 8€, die die lieben in ihrem Leben ausgegeben haben! Ich habe noch NIE so etwas gesehen. Familien, bestehend aus sechs Erwachsenen und drei Kindern pressen sich anscheinend gerne auf einen Viererplatz. Nein, ich übertreibe nicht! Die Kinder betteten sich gemütlich auf dem leicht abschüssigen Holztisch und jeweils zwei Erwachsene legten sich über die beiden anderen, jeweils Sitzenden. Auf den Schock wollte ich mir aber dann doch mal eine Zigarette und ein Schlückchen im Board Restaurant genehmigen. Ich hatte ja keine Ahnung.. Wir vereinbarten ein Treffen der Elite mit dem Pöbel im Restaurant. Großer Fehler! Es wurde einfach nochmal alles bis jetzt beschriebene getoppt! Nähere Ausführungen mache ich an diesem Platze jetzt nicht, aber lasst euch einen Rat geben: Wer in Griechenland mit dem Zug reist – gönnt euch den Luxus der ersten Klasse! Nach inzwischen 20 Stunden ohne Schlaf kamen wir dann auch endlich an! Hier trennten uns vorerst unsere Wegen – Frankreich und ich machten uns auf den Weg in unser Hotel um unser Gepäck loszuwerden, NE und IT begaben sich zu einem befreundeten Griechen. Da wir nur zwei Tage in Athen hatten, beschlossen wir gemeinsam (Camille, Alexandra, Paul und Ich, im Folgenden „wir“ genannt) das Schlaf überbewertet ist! Gepäck weg, Kaffee her! Dank des perfekt gelegenen Hotels mit Blick auf Akropolis und Agora hatten wir diesen auch fix. Und schon ging es ab Richtung Akropolis! Morgens, 7.30 Uhr, direkt neben der Akropolis auf einem Felsvorsprung, komplett alleine mit Blick über ganz Athen den Sonnenaufgang anschauen – eins der geilsten Gefühle überhaupt! Einfach unbeschreiblich! Allerdings wurde diese Ruhe dann ab ca. 9 Uhr von österreichischen Rentnern und japanischen Fotowütigen unterbrochen. Wir sagten uns genug gechillt um 11 Uhr und machten uns auf den Weg Auf die Akropolis selbst. Kurz zusammengefasst ist die Akropolis wunderschön, immer im Bau und man hat einen wunderschönen Blick über Athen! Und Leute! Ich hab es sogar geschafft ein Foto zu machen auf dem kein Peace machender Asiate drauf zu sehen ist! Das ist wirklich ein Erfolg! Dort hatten wir eigentlich einen Treffpunkt mit der anderen Gruppe von uns ausgemacht – diese hatte es aber ins Land der Träume verschlagen und danach zu einem gemütlichen Familien Mittagessen auf griechisch! Naja da hat es uns dann auch hinverschlagen – zum Essen. Wunderschöne kleine Gässchen, die sich von der Akropolis ins Stadtzentrum schlängeln werden gesäumt von reizenden kleinen Tavernas. Wir haben es nur bis zur ersten geschafft – gut wars trotzdem. Dann noch ein Frappé auf unserem Balkon bei 30 Grad und Sonnenschein genossen und wir ergaben uns dem Drang nach Schlaf nach über 30 Stunden Wachseins! Dieser Schlaf war allerdings nicht grad üppig, denn nach einer Stunde hieß es schon wieder Treffen mit dem Rest. Nach kurzen Schlendern durch die Umgebung machten wir uns dann auf den Weg zum Essen – zur Abwechslung wollten wir was griechisches :P für 12 € am Fuße der Akropolis den Magen vollgeschlagen und ein Fläschchen Wein gegönnt waren wir bereit das Athener Partyleben unsicher zu machen. Das Ganze war dann auch nach einer Stunde wieder beendet, da die Clubs, die uns der freundliche Taxifahrer empfohlen hatten den Charme des Willenloses mittwochnachts um 5 Uhr hatten. Auch der Versuch eine angenehme Bar zu finden ging daneben, da wir als Deutscher und Franzosen anscheinend nicht gut genug für den unfreundlichen Barbesitzer waren. Es war zwar jeder Tisch frei aber wir wurden gebeten unser überteuertes Bier an der Bar zu trinken. Das ging dann recht schnell und wir entschieden uns den Abend dann doch auf dem Balkon bei ein paar Bierchen ausklingen zu lassen. Nach 40 Stunden, wovon eine schlafend verbracht wurde, schliefen wir dann aber auch mal aus! Den nächsten Tag gab es dann das Hardcore-Touri-Programm Agora samt aller Ausgrabungsstellen, Parlament, Olympiastadion, Mc Donalds, EU-Rat für 6 Monate, .. Nichts war vor uns sicher! Vielleicht ist der ein oder andere schon über Mc Donalds im Satz vorher gestolpert – Ja Mc Donalds ist in Athen ein Must-See für jeden Griechen/Europäer der eine längere Zeit in Griechenland lebt! Es ist nämlich der Einzige ganz Griechenlands. Auch unsere Erwartung, er wäre riesig und unglaublich überlaufen stimmte nicht. Er war fast menschenleer! Griechen boykottieren Mc Donalds nämlich! Sie lieben ihr eigenes Essen einfach zu sehr. Und Ende März sind einfach noch nicht so viele Touristen da! Das Big Tasty Bacon Menü für 3,50€ schmeckte auf jeden Fall für unseren Gaumen deliziös! Die Zeit ging dann aber doch viel zu schnell rum und ich fand mich in der zweiten Klasse zwischen meinen liebgewonnenen Roma wieder. Um 7 Uhr daheim angekommen wurde dann einfach spontan die Vorlesung um 10 Uhr gestrichen. Daraufhin vergingen die nächsten 2 Tage doch eher wie im Flug. Nur entwickelte ich mich weg vom Deutschen, hin zum Franzosen. Wie von den Franzosen vor kurzem festgestellt, wurde mir offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen und feierlich die französische dafür überreicht! Ich finde mich seitdem zunehmend als einzigen nicht Franzosen bei allen Gelegenheiten wieder. Das Deutsche verlernt man zu und zu und ich ertappe mich dabei, nicht nur auf französisch zu fluchen, wenn ich allein oder mit Deutschen unterwegs bin, nein auch das Denken wird von Zeit zu Zeit einfach mal in Französisch vollzogen! Hat auch sein Gutes: Nicht nur das ich jetzt ohne Probleme Gespräche auf Französisch über was auch immer führen kann, nein, ich werde dann wohl im Sommer noch eine kleine Frankreich Tour machen und mein Zuhause wird während dem Oktoberfest sehr französischlastig sein! Pünktlich um 11 Uhr landete dann am folgenden Tag die liebe Christina! Vom Flughafen abgeholt, ab in die Stadt erstmal alles bisschen anschauen. Der Abend fing dann auch wirklich toll in einer Studententaverna für 10€ pro Nase mit mehr als ausreichendem Wein, je einem Schnaps und gutem Essen an. Wie er sich dann noch weiterentwickelte und endete.. Naja ich sag einfach mal gar nix, ich könnte sowieso nicht so viel erzählen Nur soviel: Der Besitzer vom Drink&Go begrüßt mich seitdem mit HighFive und Namen Zwei Tage später wurden die Koffer dann wieder gepackt und es ging gemeinsam mit Christina und ESN Thessaloniki in Richtung Istanbul! Der Start hätte zwar besser laufen können aber nach einem noch nie erlebten Wolkenbruch und nasser Unterwäsche saßen wir dann im Bus. Gut das wir den ersten Stop dann schon nach einer Stunde machten und die Hälfte des Buses sich ihre Koffer packte und im Gänsemarsch auf das Klo ging um sich umzuziehen. Aber da war dann die türkische Grenze – ich komme später nochmal auf sie zurück. Im Transitbereich schlug mein Herz dann auf einmal deutlich schneller: Angebote wie zwei Stangen Gauloises Red für 30€ lassen den geneigten Raucher Freudensprünge machen! Auch aberwitzige Alkoholpreise machten einen durchaus glücklich. Kurz für den Trip eingedeckt, auf dem Rückweg sind wir ja nochmal da Weitere sechs Stunden später erreichten wir unseren Bestimmungsort dann: Istanbul! Ohne Schlaf, ungewaschen und genervt ging es gleich los: Ehemaliger Königspalast und Bosporustour bei Regen auf einem Boot standen auf dem Plan. Beides wunderschön, leider die Bootstour nur mittelmäßig toll wegen dem Regen, aber auch bei Regen definitiv zu empfehlen! Aber dann waren wir doch froh endlich ins Hotel zu kommen. Und da war sie – die erste positive Wendung dieses Trips: Das Hotel. Komplett neu, supermodern, hip mit Dachterrasse und Blick über ganz Istanbul! Und das ganze für uns alleine! Naja, deutscher Besitzer halt :P Nach kurzem Ausruhe hatten wir dann DIE Idee des gesamten Trips: Türkei bei schlechtem Wetter, was macht man da nur? Richtig, ab ins Hamam!!! Schnell einen von ESN Istanbul gepackt, ohne irgendetwas mitzunehmen los! Wir waren letztendlich eine männlich und weiblich gemischte Gruppe aus ganz Europa, die sich zu einem wunderschönen Keller Hamam begaben. Dieses Geschenk Gottes wurde gegründet 1453 und ist heute noch in Betrieb! Also ab dafür! Schnell ein Handtuch geschnappt und drei Stunden in türkische Dampfbad. Dazu einmal sich von einem reizenden, dicken, 60 Jahre alten Türken waschen lassen, sich ein Peeling verpassen lassen und schließlich zehn Minuten unfassbar geil und hart durchkneten lassen! Diese Wiedergeburt für 17€ endete dann beim entspannen bei frischem Apfeltee, der gratis im Entspannungsraum serviert wurde. Daraufhin noch eine typisch türkische Stärkung von der eine ganze Armee satt geworden wäre für opulente 7€ und wir waren gerüstet für den Abend! Jaja, immer diese Abende.. Naja, nächster Morgen, weiter geht das wilde Istanbul besichtigen! Hagia Sophia, Blaue Moschee, Kellergewölbe, Bazar und Gewürzbazar wurden angeschaut. Alles einfach wunderschön und beeindruckend!! Alles Must See bei einem Istanbul Besuch! Auch lässt man trotz gutem Handelns einiges Geld auf diesen Bazars! Ich bin allerdings inzwischen stolzer Besitzer eines originalen Gucci Geldbeutels, einem halben Kilo frischen Apfeltees und vielen weiteren tollen Dingen! Den Abend verbrachten wir dann wieder – wer hätte es gedacht – in einem Club! Den letzten Tag auf türkischem Boden schlenderten wir dann nur noch Taksim Platz und dessen nähere Umgebung ab! Bei der Abfahrt stellten wir dann fest, dass man es Thailänderinnen mit der Zeitumstellung nicht so genau nehmen und wir locker mal eineinhalb Stunden warten durften. Naja dann wieder zurück ins gute Saloniki! Aber da hatten wir die Rechnung ohne die türkischen und griechischen Grenzpolizisten gemacht! Vorweg insgesamt waren wir über zwei Stunden im Transitbereich. Bei der Ausreise aus der Türkei mussten wir wie gewohnt aus dem Bus und die Visa abstempeln lassen. Daraufhin gab es eine Kofferkontrolle – von jedem Koffer! Gut Nummer eins war somit geschafft! Kurz mit 4 Stangen Zigaretten eingedeckt und ab an die Einreise. Und los gings. Alle raus aus dem Bus, Ausweiskontrolle. Alle Koffer raus, Kofferkontrolle. Und irgendetwas machte den netten griechischen Grenzer skeptisch, denn er holte noch seinen lieben Drogenspürhund. In diesem Moment sah man aus den Gesichtern einer italienischen Gruppe jegliche Farbe weichen. Diese hatte sich dann doch erst 1 Stunde vorher einen durchgezogen. Glücklicherweise für sie (auch für uns sonst hätte des nur noch Tage gedauert) hatten sie es dabei und konnten es noch rechtzeitig neben dem Bus platzieren. Angeschlagen hat der Hund im Innern trotzdem, doch das war dann die alte Burger King Tüte der ESN Leute in Schuld! Irgendwann waren wir dann doch wieder in Saloniki und konnten unseren wohlverdienten Schönheitsschlaf genießen. Schnell war die Woche dann herum und die liebe Chrissi verabschiedete sich, wenn auch krank, von Saloniki und stieg in den Flieger, den netterweise Schumi und Berni grad erst eine Stunde vorher aus München nach Saloniki gebracht hatten. Wie gesagt, Dachauer Urgesteine in Saloniki. Und so machte ich mich mit den nächsten zwei Chaoten auf den Weg heim. Die beiden würden dann auch noch eine Woche mit mir verbringen! Angefangen wurde recht schnell. Keine 20 Minuten in der Wohnung hieß es ab an den Strand! 1 Stunde griechischer Busfahrt bedarf es dazu. Angekommen wurde der Hopfenvorrat des ansässigen Kiosks durchaus beträchtlich in Mitleidenschaft genommen. Gut gelaunt und braun gebrannt gings dann wieder zurück, denn das sollte natürlich nicht alles sein für heute! Nein, wir entschieden uns noch ein kleines deutsch-französisches get together zu veranstalten. Und ja, in diesem Moment merkten auch Schumi und Berni das erste mal, dass ich meine deutsche Staatsbürgerschaft verloren hatte! Auf unserer dezenten 60qm Dachterrasse mit Blick über ganz Saloniki genossen wir unseren leckeren Vino und den ein oder anderen Schluck des Duty Free Vodkas! Gut gelaunt ging das Ganze dann im nun inzwischen weltberühmten Fast Drink weiter. Allerdings schafften wir es dann doch nicht mehr weiter sondern entschieden das hier zu beenden und heim zu gehen – frei nach dem Motto morgen ist ja auch noch ein Tag! Die Tage drauf entschlossen wir uns dann noch einmal den Versuch eines deutsch-französischen Zusammentreffens zu unternehmen und Chefkoch Bernhard und der liebe Schumi verliebten sich in den griechischen Fischmarkt. Für läppische 25€ wurde Kalamari, Schrimps, Kräuter, … einfach alles mögliche eingekauft. Für diesen Betrag konnten wir dann ein wunderbare Menü zaubern, unterstützt von meinem neuen italienischen Mitbewohner, von Beruf Koch :P Alle 15 Leute wurden satt und es konnte kräftig gefeiert werden! Den wohl krönenden Abschluss lieferte dann das Duell der Giganten! Es war Lasertag angesagt! Saloniki hat die einzige Laserarena Griechenlands, also das konnten sich die drei Chaoten nicht entgehen lassen! Ab dafür! Zwei großartige Duelle, inklusive zweier Stürze meinerseits, gefühlten 50 Liter verlorenen Schweißes und blauer Flecken brachten letztendlich einmal Schumi und einmal mich als glorreiche Sieger hervor. Der tapfere Krieger Bernhard wurde jedoch vernichtend zweimal geschlagen! Leider ging die Woche dann aber auch vorbei und die beiden verließen meine Wohnung und ich übergab sie dem Taxifahrer meines Vertrauens. Soooo.. Jetzt haben wir Zug (Athen), Bus (Istanbul) und die Dachauer Urgesteine auf griechischem Boden (Chrissi, Schumi, Berni) abgehakt. Fehlt nur noch das Warten! Das Warten auf Flug Nummer SK1824! Denn dieser bringt mich gerade nach Stockholm. Nach Stockholm zu meiner Sophia, die ich in inzwischen nur noch 50 Minuten nach drei Monaten das erste Mal wieder in den Arm schließen darf! Ich werde die nächsten drei Tage in Stockholm verbringen, dann zusammen mit ihr nach Oslo fliegen, dort drei Tage verbringen und schließlich den Zug nach Bergen nehmen, wo sie gerade ihr Auslandssemester verbringt. Dort werde ich dann bis zum 26.4. sein, bis mir dann wieder ein Abschied bevor steht. Dieser wird aber nicht von langer Dauer sein! Wieso? Antwort gibt’s dann beim Reisebericht „Skandinavien“. Ich glaube jetzt reicht es für den Monat Nummer zwei! Nach 2,5 Stunden schreiben befinde ich mich höchstwahrscheinlich iwo im Norden Polens gerade und bereite mich auf die letzten 40 Minuten von Flug Nummer SK 1824 vor! Und wie beim letzten mal – Respekt der sich das ganze Geschwafel tatsächlich ganz durchgelesen hat! Fotografische Untermauerung der jeweiligen Trips gibt es und wird es auf Facebook geben! See you in 2 weeks!

22.4.14 21:43

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